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Islamische Gemeinde Norderstedt e.V.

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Archiv: November 2010

Das islamische Opferfest [16. November 2010]

Der Grund für das Schlachten von Opfertieren zum Opferfest, dem Id-ul-Adha, liegt in der Sunna, dem Handeln des Propheten Ibrahim. Allah (der Erhabene) verlangte von ihm, seinen Sohn Ismail als Beweis seiner Gottesfurcht zu opfern.

Doch in Seiner  Barmherzigkeit erließ Allah (der Erhabene) Ibrahim diese schwere Prüfung als Er in  ihm  Standhaftigkeit  feststellte  und schickte Ibrahim einen Schafbock, den er anstelle Ismails opfern sollte.

Laut der Überlieferung ereignete sich dieser Vorfall auf diese Weise:

Ibrahim und Ismail gingen zu der Stelle, die Ibrahim im Traum gesehen hatte. Der Teufel aber versuchte, das Opfern Ismails zu verhindern, indem er Hadschar, der Frau Ibrahims, und dann auch Ismail selbst verriet, was sein Vater vorhatte. Damit versuchte der Teufel, sie zum Ungehorsam gegenüber Allah (dem Erhabenen) zu verleiten. Beide jedoch blieben standhaft und waren überzeugt, dass Allahs (der Erhabene) Wille geschehen solle.

Laut einer Überlieferung verfluchte Ismail den Teufel aber nicht nur, sondern bewarf ihn sogar mit Steinen. Hierin liegt der Ursprung für die Steinigung des Teufels während der Pilgerfahrt. Dort steinigen die Pilger den Teufel symbolisch, indem sie 70 bzw. 49 Steinchen auf drei Säulen werfen. Nachdem sich der Teufel davongemacht hatte, erreichten Ibrahim und Ismail den Gipfel des Berges Arafat. Ibrahim umarmte Ismail, streichelte ihn und sagte weinend:

„O mein Sohn! Allah (der Erhabene) hat mir im Traum befohlen, dich als Opfer zu schlachten. Jetzt ist die Zeit gekommen. Was sagst du dazu?”

Ismail, der Sohn des Propheten, antwortete ihm gehorsam und treu: „O mein Vater! Tue, was Allah (der Erhabene) dir befohlen hat! Hoffentlich findest du mich bei den Geduldigen.”

Um dem göttlichen Befehl nachzukommen, band Ibrahim auf Wunsch seines Sohnes dessen Hände und Füße fest zusammen. Er legte ihn auf den Boden und verhüllte ihm auch das Gesicht. Dann schaute er zum Himmel empor und sagte: „O Allah! Nun erfülle ich deinen Befehl!” Mit aller Kraft bemühte er sich, Ismail die Kehle durchzuschneiden.

Als Ibrahim aber sah, dass keine Striemen am Hals Ismails zu sehen waren und sich der Kopf nicht vom Körper trennen wollte, war er überrascht. Er befürchtete, den Befehl durch sein Mitgefühl nicht kräftig genug ausgeführt zu haben, und wiederholte die Prozedur. Erneut aber hinterließen seine Schnitte keine Spuren.

Nun wurde Ibrahim sehr wütend und warf das Messer mit solcher Wucht auf einen Felsen, dass dieser entzweibrach. Er versuchte es erneut, aber wieder schnitt das Messer nicht. Daraufhin fragte ihn sein Sohn, worauf er warte und warum er seiner Aufgabe nicht nachkomme.

Als er es ein letztes Mal versuchte, hörte er plötzlich eine Stimme: „Allahu akbar! Allahu akbar!” Er schaute nach oben und sah den Engel Gabriel, der einen Schafbock an den Hörnern hielt und zur Erde brachte, wobei er immer wieder „Allahu akbar! Allahu akbar!” ausrief. Darauf entgegnete Ibrahim: „Es gibt keine Gottheit außer Allah, und Allah gebührt Größe!”

Ismail, der nicht wusste, welchen Ursprung und welchen Grund die Stimme hatte, hob seinen Kopf und war über den Anblick, der sich ihm bot, sehr erstaunt. Auch er rief nun aus: „Allahu akbar, dank sei Allah!”

Danach sprach Gabriel wie folgt: „O Ibrahim! Beeile dich nicht, halte inne! Allah (der Erhabene) hat deine Bereitschaft zur Erfüllung Seines Befehls in deinem Traum und deine Treue zu Ihm angenommen und diesen Schafbock herab gesandt. Lass also von Ismail ab, und opfere stattdessen den Schafbock!”

Aus Dankbarkeit warf sich Ibrahim nieder und lobte Allah (den Erhabenen). Er löste die Hände und Füße Ismails und hielt den von Gabriel herbeigebrachten Schafbock fest. In diesem Moment vergoss Ismail Freudentränen.

Inzwischen war der Schafbock aus den Händen Ibrahims entkommen. Vater und Sohn liefen hinterher, um ihn einzufangen, was ihnen in Mina schließlich auch gelang. Dort schlachteten sie den Schafbock zum Wohlgefallen Allahs.

Wir wünschen allen ein gesegnetes Opferfest.

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